Starke Talente, aktuell keine passende Stelle: Chancen mit Alerts erkennen
Mit Kandidaten-Alerts passende Stellen im Blick behalten: E-Mails mit Fit-Score und Begründung, einstellbare Intervalle und Laufzeiten von zwei Wochen bis sechs Monaten.
In diesem Artikel
Eine Person ist fachlich interessant, das Gespräch war gut, aber aktuell gibt es keine passende Stelle. Oder die Person ist in ihrem heutigen Job zufrieden und sagt: „Für die richtige Gelegenheit könnte ich mir irgendwann einen Wechsel vorstellen.“
Beide Situationen sind für Personaldienstleister relevant. Nicht jeder gute Kontakt führt sofort zu einer Vorstellung. Trotzdem kann später eine Stelle entstehen, für die genau diese Erfahrung gefragt ist. Die Herausforderung liegt darin, solche Möglichkeiten zu erkennen, ohne dieselbe Suche für jede Person immer wieder manuell zu starten.
Kandidatenbezogene Alerts setzen hier an. Nach dem Start einer Matching-Suche lässt sich in talentkiwi ein Alert einrichten. Sie erhalten E-Mails zu passenden Stellen mit Fit-Score und Begründung. Häufigkeit und Laufzeit werden im Interface festgelegt; die Suchkriterien lassen sich jederzeit anpassen.
Zwei Ausgangslagen, unterschiedliche Geschwindigkeit
Eine aktiv suchende Person braucht einen anderen Rhythmus als eine Person, die nur bei einer besonders interessanten Gelegenheit wechseln würde. Das sollte sich auch in den Benachrichtigungen widerspiegeln.
Die Person sucht jetzt eine neue Aufgabe
Ist die Suche konkret, können neu auftauchende Stellen zeitnah relevant sein. Ein kurzes Benachrichtigungsintervall hilft Ihnen, diese Möglichkeiten in Ihre laufende Arbeit aufzunehmen und mit der betreffenden Person zu besprechen.
Bei talentkiwi lässt sich dafür beispielsweise ein stündliches Intervall wählen. Das bezeichnet den Rhythmus der Benachrichtigungen, nicht die Zusage, dass jede Stunde eine neue passende Stelle verfügbar ist.
Gerade bei einer aktiven Suche lohnt es sich, Veränderungen im Blick zu behalten: Ist die Person noch verfügbar? Haben sich ihre Vorstellungen nach ersten Gesprächen konkretisiert? Die Kriterien sollten den aktuellen Stand abbilden.
Die Person ist zufrieden, aber offen für die richtige Gelegenheit
Hier geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Stellen vorzustellen. Interessant ist die einzelne Möglichkeit, die einen Wechsel tatsächlich überlegenswert macht.
Ein wöchentliches Intervall kann zu dieser Situation passen. Sie behalten neue Treffer im Blick, ohne daraus eine dringliche Jobsuche zu machen. Ergibt sich ein überzeugender Anlass, können Sie den Kontakt wieder aufnehmen und zunächst klären, ob die Gelegenheit noch zu den Vorstellungen der Person passt.
Der Unterschied ist wichtig: Eine Person kann offen für ein Gespräch sein, ohne aktiv auf Stellensuche zu sein. Ein Alert unterstützt die Beobachtung; er macht aus grundsätzlicher Offenheit noch keine konkrete Wechselabsicht.
So richten Sie einen Kandidaten-Alert ein
Der Ausgangspunkt ist eine Matching-Suche mit einem konkreten Kandidatenprofil. Sobald Sie das Matching gestartet haben, können Sie den Alert setzen.
Für die Einrichtung sind drei Entscheidungen relevant:
- Wie häufig möchten Sie informiert werden? Die einstellbaren Intervalle reichen von stündlich bis wöchentlich. Wählen Sie einen Rhythmus, der zur Suchsituation und zu Ihrer Bearbeitung passt.
- Wie lange soll die Beobachtung laufen? Die Laufzeit ist im Interface zwischen zwei Wochen und sechs Monaten konfigurierbar. Eine aktuelle Suche und eine längerfristige Wechseloption müssen deshalb nicht gleich behandelt werden.
- Wonach soll gesucht werden? Prüfen Sie, ob die Kriterien die gewünschten Aufgaben und Rahmenbedingungen sinnvoll abbilden. Sie können sie jederzeit nachträglich ändern.
Eine lange Laufzeit ersetzt dabei nicht den gelegentlichen Austausch mit der betreffenden Person. Je mehr Zeit vergeht, desto eher können sich Verfügbarkeit, Interessen oder berufliche Rahmenbedingungen verändern.
Was die E-Mail für die tägliche Arbeit liefert
Die Benachrichtigung enthält passende Stellen mit Fit-Score und einer Begründung. So erhalten Sie nicht nur einen Hinweis, dass es etwas Neues gibt, sondern eine Grundlage für die erste Einordnung.
Der Score hilft bei der Priorisierung. Die Begründung ist wichtig, um zu verstehen, welche Erfahrungen und Anforderungen zusammenpassen. Beides unterstützt das fachliche Urteil, ersetzt es aber nicht.
Prüfen Sie bei einem interessanten Treffer insbesondere:
- Welche konkreten Aufgaben passen zum bekannten Werdegang?
- Was macht diese Stelle für die Person interessant, über eine ähnliche Berufsbezeichnung hinaus?
- Welche Anforderungen oder Rahmenbedingungen müssen noch geklärt werden?
Bei einer aktiv suchenden Person kann daraus die nächste zu besprechende Stelle werden. Bei einer passiv suchenden Person braucht es möglicherweise einen stärkeren Anlass: etwa einen Verantwortungsumfang oder fachlichen Schwerpunkt, den sie sich ausdrücklich für einen späteren Wechsel gewünscht hat.
Ein Beispiel: Heute zufrieden, später offen für Verantwortung
Ein fiktives Beispiel: Sie kennen eine erfahrene Fachkraft aus einem früheren Mandat. Die Person ist inzwischen gut beschäftigt und möchte aktuell nicht wechseln. Im Gespräch erwähnt sie jedoch, dass sie sich langfristig mehr fachliche Verantwortung vorstellen kann.
Sie stimmen ab, welche Möglichkeiten grundsätzlich interessant wären. Anschließend starten Sie eine entsprechende Matching-Suche und richten einen wöchentlichen Alert mit einer Laufzeit von sechs Monaten ein.
Taucht eine passende Stelle auf, prüfen Sie nicht nur den Fit-Score, sondern auch den tatsächlichen Verantwortungsumfang. Ist die fachliche Weiterentwicklung im Inserat erkennbar oder klingt lediglich der Titel danach?
Erst wenn der Anlass trägt, besprechen Sie die Möglichkeit mit der betreffenden Person. Vielleicht ist ein Wechsel weiterhin kein Thema. Vielleicht hat sich die Situation verändert. In beiden Fällen knüpft das Gespräch an eine konkrete Gelegenheit und an bereits bekannte Wünsche an.
Suchkriterien weiterentwickeln statt unverändert abwarten
Ein Alert ist besonders nützlich, wenn die Suche mit dem Wissen über die Person mitwächst. Häufen sich Treffer, die aus demselben Grund nicht passen, lohnt sich ein Blick auf die Kriterien. Sind die gewünschten Aufgaben ausreichend präzise? Ist eine Rahmenbedingung zu weit oder zu eng gefasst?
Bleiben interessante Treffer aus, muss das nicht an der Suche liegen. Möglicherweise gibt es im beobachteten Zeitraum keine passenden offenen Stellen. Prüfen Sie die Kriterien gemeinsam mit der betreffenden Person, statt ihre Anforderungen allein für eine längere Ergebnisliste zu verändern.
Die jederzeit mögliche Anpassung hilft dabei, den Suchauftrag aktuell zu halten, ohne jedes Mal wieder bei der ersten Recherche anzufangen.
Kandidatenbezogene Alerts sind keine allgemeine Marktbeobachtung
Bei einem Kandidaten-Alert steht eine konkrete Person mit ihrem Werdegang im Mittelpunkt. Eine gespeicherte Marktsuche verfolgt dagegen ein Segment, etwa bestimmte Rollen in einer Region, ohne eine bestimmte Person vorauszusetzen.
Für den Profilvertrieb in der Feststellenvermittlung ist die kandidatenbezogene Variante besonders interessant: Bereits geleistete Such- und Gesprächsarbeit bleibt eine Grundlage für spätere Möglichkeiten.
Der Nutzen liegt nicht darin, Kandidatinnen und Kandidaten ständig neue Stellen zu schicken. Die E-Mail geht zunächst an Sie. Sie prüfen den Anlass, klären das aktuelle Interesse und stimmen mögliche weitere Schritte ab. So bleibt ein starkes Talent auch dann im Blick, wenn der richtige Zeitpunkt nicht heute ist.